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  • (Aktualisierung: 04.03.2013)
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    • STRONG: Aufbau von Kompetenzen hinsichtlich weiblicher Gefangener mit Gewalt- und Missbrauchserfahrungen


      Auftraggeber:

      Europäische Kommission, Generaldirektion Justiz  

      Zeitraum:

      2011-2013  

      Projektbezogene Internetpräsenz:

      http://www.daphne-strong.eu  


      Projektskizze

      Das Projekt wird von der Generaldirektion Justiz im Rahmen des DAPHNE III-Programms (Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, junge Menschen und Frauen, Schutz von Opfern und Risikogruppen) gefördert. Hintergrund für das Projekt war die Tatsache, dass inhaftierte Frauen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Erfahrungen von körperlicher und sexueller Gewalt haben. Verschiedene britische Studien legen nahe, dass 70% der weiblichen Gefangenenpopulation schwere körperliche Gewalt in der Kindheit erlebt haben und ca. 60% sexuellen Missbrauch in verschiedenen Ausprägungen. Zudem wurden ca. drei Viertel aller weiblichen Gefangenen im Erwachsenenalter Opfer körperlicher Gewalt durch einen Intimpartner.

      Gewalt- und Missbrauchserfahrungen und die daraus resultierenden Traumatisierungen stehen meist in direktem Zusammenhang mit der kriminellen Entwicklung dieser Frauen. Die Gewalterfahrungen führen zu sozialer Marginalisierung, und es sind enge Zusammenhänge zwischen Viktimisierung und Suchterkrankungen beobachtbar, wobei der Drogenkonsum als Selbstmedikation des Traumas angesehen werden kann. Das Projekt STRONG greift diese Problemlagen auf und hat zum Ziel, einen Praxisleitfaden zum Umgang mit durch Gewalt- und Missbrauchserfahrungen traumatisierten Frauen im Justizvollzug in Europa zu entwickeln und zu testen. Des Weiteren soll ein Fortbildungskonzept für Vollzugsbedienstete entwickelt werden, um diese für die spezifischen Probleme und Bedürfnisse dieser Frauen zu sensibilisieren.

      WIAD ist Hauptpartner und Koordinator von STRONG. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird in Kooperation mit Partnern aus dem Vereinigten Königreich, Finnland, Litauen und Polen durchgeführt.

      Projektbericht

      Publikationen